Auszubildende des Landratsamts standen auf der Bühne

DruckversionPer e-Mail versenden
Theaterpädagogik als zusätzlicher Ausbildungsinhalt
Mittwoch, 27. Juli 2011 - 9:49

Kreis Karlsruhe. Neue Wege bei der Qualifizierung seines Nachwuchses geht das Landratsamt Karlsruhe. So finden sich im Ausbildungsplan nicht nur Fächer wie Recht und Organisation, sondern seit vergangenem Jahr auch Elemente der Theaterpädagogik. Abschluss der Trainingseinheiten bildet eine Aufführung auf einer echten Bühne vor Kolleginnen und Kollegen sowie Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

„Die Theaterpädagogik ist eine noch relativ junge Disziplin in der Personalentwicklung", erklärte der Leiter des Personal- und Organisationsamtes Ulrich Max. Die dabei gewonnenen Fertigkeiten seien sehr dazu geeignet, jungen Menschen über das fachliche Wissen hinaus Schlüsselqualifikationen wie Kommunikation, Teamfähigkeit, Selbsteinschätzung und Kritikfähigkeit zu vermitteln. Dies geschieht über gezielten Unterricht in Sprechen, Haltung und Körpersprache. Unter dem Leitmotiv „Unterwegs sein" studierten 13 Auszubildenden vier Szenen ein, in denen die jungen Erwachsenen in Rollen von Förstern, Bankangestellten, Räubern, Hausfrauen, Glücksfeen und Straßenbahnkontrolleuren schlüpften und alltägliche Szenen aus neuer und ungewohnter Warte erlebten.

Landrat Dr. Schnaudigel war angesichts der kreativen Leistung der Auszubildenden beeindruckt. Er zeigte sich überzeugt, dass die Persönlichkeit junger Menschen durch das Rollenspiel gestärkt werde und im künftigen Berufsleben nützlich sei. Nicht zuletzt gehe es auch darum, jungen Menschen eine lebendige Ausbildung zu bieten, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein und guten Nachwuchs überhaupt erst zu gewinnen.

Azubitheater

Das Landratsamt Karlsruhe geht neue Wege in der Ausbildung: Auszubildende machen Theater.

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)

Kommentare

Theaterpädagogik im LRA - gratuliere!!

das ist nun 'mal eine echt positive Nachricht. So langsam spricht es sich rum, dass Theaterpädagogik bzw. Theaterarbeit für die Entwicklung des jungen Menschen von unschätzbaren Wert ist. Auch die DM Drogeriemärkte schicken ihre Auszubildenden regelmäßig zu vom Unternehmen finanzierten Theaterprojekten - und das schon seit Jahren. Götz Werner weiß warum er das macht - die Angestellten in den DM Märkten gehen neben vielen weiteren Aspekten immer sehr offen und sehr positiv mit der Kundschaft um - sicherlich auch der Erfolg der Theaterarbeit.

Vor ca. 25 Jahren war es die Forderung der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendtheater Baden-Württembergs an das Kultusministerium Ba-Wü an den Schulen die Stelle eine(s)r Theaterpädagog(en)in einzurichten, leider erfolglos. Jetzt bemüht man sich an den Schulen Stellen für Sozialpädagogen einzurichten. Es wird also jetzt versucht Versäumnisse der Vergangenheit - schlichtweg die mangelnde Bereitschaft einer Investition in die Jugend - hinterher wieder gerade zu biegen. Hätten die Schlaumeier bei den zuständigen Stellen im Ministerium nur einmal auf Theaterfachleute gehört!   

 

Spiel mal Schnaudigel

Ich stimme Herrn Wallisch zu, allerdings kann ich mir eine kleine Anmerkung nicht verkneifen:

Ausgesprägte schauspielerische Fähigkeiten hatten einige LRA-Bedienstete schon in der Vergangenheit...

 

"Wallensteins Tod"

Ja, im Landratsamt Karlsruhe wurde schon immer großes Theater gespielt - vom "Götz" bis... im Moment läuft sehr gut "Der Förster im Silberwald" mit einem gewissen Sch. in der Hauptrolle. Er hat nicht umsonst die Jägerprüfung absolviert.

Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen