Aufruf - Zeitzeugen und Dokumente gesucht

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"Jüdische Kaufhäuser vor der Arisierung - ein neuer Blickwinkel"
Dienstag, 10. April 2012 - 18:06

An der Universität Cambridge wird bei Prof. Richard J. Evans, dem Autor des dreibändigen Werkes "Das Dritte Reich" (2005) an einem Forschungsprojekt zur Konsumgeschichte in Baden zwischen 1881 und 1940 gearbeitet.

Geschwister Knopf - ca. 1915.

Geschwister Knopf - ca. 1915. Rechts am Bildrand das Ausstattungsgeschäft von Aron Wolf

Dass die jüdischen Besitzer von Kaufhäusern, in Baden u. a. die Familien Knopf, Tietz, Kander, Wronker, Guggenheim und Einstein, auf Druck der Nationalsozialisten ihre Firma abgeben mussten, stimmt, doch die Stellung dieser und anderer Warenhausfirmen in Deutschland und Baden war über die Jahre viel komplizierter, als bisher berichtet wurde. Die Arisierung dieser Firmen ist wohl dokumentiert, doch die Vorgeschichte von Knopf und der vielen anderen badischen Warenhäuser ist größtenteils vergessen.

Für eine Doktorarbeit an der Universität Cambridge über die Waren- und Kaufhäuser Badens zwischen 1881 und 1940 (also von ihrer Gründung bis zur Arisierung) werden noch Dokumente und Zeitzeugen gesucht. Besonders interessant sind persönliche Dokumente und Unterlagen wie Prospekte, Kataloge oder Betriebsordnungen. Es wird gehofft, so auch über die 50 Jahre vor der staatlichen Schikanierung, über das Leben dieser jüdischen Geschäfte, ihrer Mitarbeiter, Kunden und Konkurrenten, zu berichten.

Bitte wenden Sie sich an:

John F. Müller, Fischerhalde 32, 79206 Breisach, Tel. 07667-80285

E-Mail: jfm39 [at] cam [dot] ac [dot] uk

Telefon an der Universität Cambridge: 00 44 / 12 23 47 71 72

Webseiten zur Dissertation:

http://kaufhausknopf.blogspot.com/

http://badischeskaufhaus.blogspot.com/

Kaufhaus Knopf bei bruchsal.org:

http://www.bruchsal.org/story/vom-knopfe-eck-geschwister-knopf-%C3%BCber...

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