Die Auferstehung des Kaufhaus Schneider als Mode-Jost

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Mittwoch, 23. Juni 2010 - 12:22

Jetzt ist es also wohl so gut wie sicher: Das Kaufhaus Schneider wird wieder belebt. Allerdings nicht mehr als Kaufhaus Schneider sondern als eine Filiale der Pfälzer Modekette Mode-Jost. Bruchsals Oberbürgermeisterin, Frau Petzold-Schick, hat noch im Februar verhaltenen Optimismus verbreitet mit ihrer Ansage, dass es bis Jahresende eine positive Meldung geben könnte - nunmehr haben sich die Dinge doch schneller entwickelt als erwartet.

Jost

Bereits im kommenden Frühjahr will die Jakob Mode-Jost GmbH auf den 4.500 qm Verkaufsfläche des Kaufhaus Schneider eine Filiale eröffnen. Bevor der Mode-Jost jedoch eröffnet werden kann, muss das Gebäude für mehrere Millionen aufwendig saniert werden. Im August oder September will Mode-Jost mit den Sanierungsarbeiten beginnen; die technischen Anlagen im Inneren des Gebäudes müssen nahezu komplett ausgetauscht werden. Diese Kosten wollen sich Mode-Jost und die Betreibergesellschaft teilen.

Für die Neugestaltung der Außenfassade wurden die Weichen in der gestrigen Gemeinderatssitzung gestellt. Durch die Erweiterung des förmlich festgelegten Sanierungsgebietes „Durlacher- / Prinz-Wilhelm-Straße" um die Flurstücke 986, 988 und 992 wurde nunmehr auch das frühere Kaufhaus Schneider in dieses Gebiet aufgenommen. Mit dem Wirtschaftsministerium und dem Regierungspräsidium ist diese Erweiterung des Sanierungsgebietes und die Förderfähigkeit der Erneuerung abgesprochen.

Schneider

Kritiker dieser Maßnahme verweisen darauf, dass durch die Einbeziehung des Mode-Vogt in die Maßnahme die Zuschüsse für die direkte Sanierung des Gebietes Durlacher- /Prinz-Wilhelm-Straße reduziert würden, da der bestehende Förderrahmen nicht größer wird. Ebenso wird bemängelt, dass mit öffentlichen Mitteln ein privates Objekt gefördert wird.

Andererseits darf nicht übersehen werden, dass ein weiteres Leerstehen dieses Gebäudes an so prominenter innerstädtischer Stelle der Stadt Bruchsal insgesamt auf Dauer schadet. Daher erscheint dieser „Schachzug" der Stadtverwaltung, das Kaufhaus Schneider in das Sanierungsgebiet einzubeziehen, doch eher richtig und sinnvoll.

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Kommentare

Kaufhaus Schneider

Ich bin leider nicht ganz der Meinung unserer Stadtverwaltung, die Fasadenrenovierung aus öffentlichen Mitteln zu bestreiten. Bedeutet das dann auch, daß in Zukunft alle privaten Objekte, die sich in "prominenter" Lage befinden und renovierungsbedürftig sind öffentlich bezuschusst werden? Und wo wird die Grenze gezogen ob eine Lage "pominent" ist oder nicht.

Stefan Kümpel

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