AOK - DIE GESUNDHEITSKASSE MEINES ALBTRAUMS
Seit 1. August 2009 muss ich von der AOK Bruchsal in regelmäßigen Abständen Faxe an die AOK Oldenburg (Niedersachsen) schicken lassen. In der heutigen Zeit könnte man behaupten, dass sollte mit der modernen Technik kein Problem sein.
Falsch gedacht, aber total falsch!
Es ist jetzt das fünfte oder sechste Mal in Folge, dass ein wichtiges Dokument zu spät bei meinem Ansprechpartner in Oldenburg (Niedersachsen) angekommen ist. Warum weiß natürlich weder die AOK Bruchsal, noch die AOK Oldenburg, was natürlich fast unheimlich ist, denn was für Kräfte scheinen da am Werke zu sein?
Der bisherige Vormittag bestand daraus bei Herrn M. von der AOK in Oldenburg nachzufragen, ob er das Fax denn jetzt endlich vom 04.01.2011 erhalten habe. "Nein", war die Antwort, "aber das Original mit der Post ist heute angekommen."
Sowas schreit geradezu nach einer Beschwerde bei der AOK in Bruchsal, dachte ich mir. Nachdem auf dem direkten Weg keiner zu erreichen war, wurde mir ein umgehender Rückruf angeboten.
Nach 15 Minuten Wartezeit kam dieser Rückruf, von dem ich eine glorreiche Aufklärung im aktuellen Fall erhoffte. Mal ehrlich unter uns, ich sollte besser an den Weihnachtsmann glauben, da wäre die Chance eventuell zu hundert Prozent größer. Die Mitarbeiterin, mit der ich am 04.01.2011 in der AOK Bruchsal zu tun hatte, erklärte mir, dass sie mein Dokument sofort weggefaxt hätte. Der Sendebericht wäre auch okay gewesen, aber den hat sie jetzt natürlich nicht mehr.
Etwas erstaunt darüber war ich schon, denn seit wann werden Faxsendeberichte in solchen Verwaltungen, wie einer Krankenkasse nicht mehr archiviert? Oder gab es gar keinen Faxsendebericht?
Der Mitarbeiterin sagte ich dann: "Wenn Sie es wegfaxt haben, warum ist dann bis heute bei Herrn M. bei der AOK Oldenburg nichts angekommen, es handelt sich um seine direkte Bildschirmfaxnummer?"
Darauf folgten dann die meiner Meinung nach typisch diplomatischen Lügen wie: "Es tut mir leid, wir haben nie Beschwerden und unsere Faxe kommen immer an". Auf meine mutmaßliche Theorie, dass dann die technischen Geräte
der AOK eher mangelhaft sind und wohl nichts taugen, kam dann nichts mehr, außer einem "tut mir leid", "unsere Faxe kommen immer an" und "wir haben nie Beschwerden". Man kommt sich dann schon wie bei einer Gehirnwäsche vor, wo man durch dauerhafte Wiederholung am Ende selbst glauben soll, dass alles gut gelaufen ist.
Mag ja bei einigen Menschen funktionieren liebe AOK, aber nicht bei mir.
Und vielleicht liest diesen Bericht ja jemand von der AOK, der mehr als nur "tut mir leid", "unsere Faxe kommen immer an" oder "wir haben keine Beschwerden" sagen kann.
Es würde mich zwar mittlerweile wundern, aber manchmal können Wunder bekanntlich auch Berge versetzen.
Beliebte Inhalte
Heute:
Zuletzt angezeigt:
- Anti-Atom-Menschenkette Neckarwestheim - Stuttgart am 12. März 2011
- Karlsruhe: Tragischer Unfall in Mühlburg - Zwölfjähriges Mädchen bei Unfall tödlich verletzt
- Anselm Kiefer im Museum Frieder Burda
- Anklage: Gefährliche Körperverletzung und schwerer Raub
- Muhammad Ali kam nicht bis Obergrombach - der 1. Teil der Geschichte
Günstig Tanken
Twitter Updates
Wer ist online
Veranstaltungen: Aktuelle Termine
-
Donnerstag, 24. Mai 2012 - 19:00
-
Donnerstag, 24. Mai 2012 - 20:00 - 21:00
-
Freitag, 25. Mai 2012 - 20:00
-
Sonntag, 3. Juni 2012 - 11:00
-
Donnerstag, 7. Juni 2012 (Ganztägig) - Sonntag, 10. Juni 2012 (Ganztägig)
Neueste Kommentare
- "Bruchsaler Spargel" und "Made in Germany"
vor 3 Stunden 36 Minuten - Bruchsaler Spargel
vor 7 Stunden 22 Minuten - Link zum Spargel-FAS-Artikel
vor 8 Stunden 27 Minuten - Ein klassisches Marketing-Disaster
vor 9 Stunden 45 Minuten - Bruchsal "Spargelhochburg"?
vor 10 Stunden 22 Minuten - Kauft den Bruchsaler Spargel...
vor 10 Stunden 44 Minuten - Und zwar letzte Woche auf dem
vor 11 Stunden 6 Minuten - Aber schön präsentiert
vor 11 Stunden 22 Minuten - Hat denn nach der Schwarzälder
vor 11 Stunden 50 Minuten - Wie wäre es mit einem eigenen
vor 12 Stunden 58 Minuten
BRUCHSAL.ORG abonnieren
Benutzeranmeldung
Neue Mitglieder
- Genossenschaftler
- Krambambuli
- HA.NEU
- frosch01
- Schmiady








Kommentare
Die Wahrheit, ein wichtiges Instrument
Liebe Leute,
auch im dichten Dschungel von Verwaltungsärger kann oftmals ein fetter Strahl Licht durchbrechen. Warum?
Naja, in Verwaltungen arbeiten Menschen und die machen bekanntlich Fehler. "Richtig", wird der deutsche "Wutbürger" jetzt sagen. "Typisch immer diese Verwaltungen und Bürokraten!"
Der "Wutbürger" hat aber nicht immer recht, wie ein Fall der ersten Woche vom Jahr 2011 beweist.
Nachdem heute immer noch keine Klärung in meinem AOK-Fall zu erkennen war, mußte ich nochmals meinen Ärger los werden. Diesmal sprach dann auch ein netter Vorgesetzter der AOK Bruchsal mit mir. Naja, zu Anfang war unser Gespräch wohl eher nicht nett, aber wen wundert es, wenn die AOK in einem Artikel angegriffen wurde und der "Wutbürger" sauer ist.
Eine Aneinanderreihung von gegenseitigen Beschuldigungen oder Kritik bringt da erstmal wenig. Man einigte sich also auf eine Recherche zum aktuellen Fall, den ich in einem Bericht vom 07.01.2011 geschildert hatte und bot mir einen Rückruf an.
Dieser Rückruf erfolgte vor ca. 20 Minuten und was soll ich sagen: "Leute diesmal ist der Wutbürger der Depp. Warum habe ich eine Zahl in der Faxnummer vergessen, die ich schon sooft auf ein Dokument geschrieben habe?"
Antwort: "Weil ich ein unvollkommener Mensch bin und Fehler mache, wie viele andere auch."
Die meisten Menschen würden jetzt im Boden versinken und natürlich behaupten, dass es gar nicht sein kann. Das berühmte "Schuld auf andere schieben", was mehr Spaß macht.
Nee, sowas geht in meinen Augen nicht. Jedenfalls nicht bei mir, wenn ich morgens noch in den Spiegel schauen will.
Also haben der nette Vorgesetzte der AOK Bruchsal und ich es dann mit Humor genommen. Denn die Aufklärung zum aktuellen Fall erfolgte, dass was ich wollte.
Von den 5-6 Fällen die schiefgegangen sind, waren jetzt zwei aufgeklärt. Wieso zwei Fälle?
Vor Monaten geschah ein ähnlicher Fall, der auch unschön war. Nach einigen Telefonaten, kam heraus, dass ein sehr netter Herr Sch. von der AOK Oldenburg sagte: "Herr B. ich habe Schuld daran, dass ihr Dokument nicht bearbeitet wurde. Ich habe es auf meinem Schreibtisch verlegt."
Damals lachte ich mit diesem Mitarbeiter ebenfalls über diesen Fall, denn er war ehrlich zu mir. Ein Charakterzug den ich sehr schätze und deshalb war ich Herrn Sch. auch nicht mehr böse.
Was kann man daraus lernen? Blindes Vertrauen, auch wenn es im positiven Sinne gemeint ist, kann daneben gehen. Hätte ich auf den Sendebericht am 04.01.2010 gewartet, dann hätte ich gesehen, dass etwas nicht stimmt.
So blickte die nette Kollegin von der AOK Bruchsal nur auf den Bericht und interpretierte ihn in der Neujahrswochenhektik als in Ordnung.
Damit sowas in Zukunft nicht mehr passiert, haben der freundliche Vorgesetzte der AOK Bruchsal und ich ein "Pakt" geschlossen. Ich warte demnächst einfach den Sendebericht ab.
Und falls dann einer von uns Menschen einen Fehler gemacht hat, dann korrigieren wir ihn gleich. Und zwar zusammen, wie es eigentlich unter vernünftigen Menschen sein soll.
Auf die Aufklärung und Recherche zu den anderen Fällen wollten wir beide verzichten, da es zuviel Zeit kostet und es wichtigere Dinge gibt. Und eine Strichliste zu erstellen, wer nun wo an den anderen Vorgängen Fehler gemacht hat, bringt nichts Produktives mehr. Also in Richtung Zukunft schauen...
Von daher...eine Entschuldigung an die AOK Bruchsal, weil ich nur eine Ziffer in der Faxnummer vergessen habe, aber diese "kleine Nummer" soviel Ärger verursachen konnte.
Und liebe Grüße an die Mitabeiterin vom 04.01.2011 und von heute, die viel Unmut wegen einer fehlenden Ziffer abbekommen haben.:-)
Respekt, AOK!
Ja, Respekt - dafür, dass ein Mitarbeiter der AOK diese Beschwerde zur Kenntnis genommen UND DARAUF REAGIERT hat.
Da kann manche Verwaltung daraus lernen. Und mancher Verwaltungsleiter - vor allem diejenigen, die in ihren Wahlkämpfen so oft das Wort "Transparenz" gebraucht haben...
13th doctor - die Wahrheit
Ja endlich ein Mensch, der "mea culpa" sagt - aber wo bleibt das Bild mit dem diesmal zerknirschtem Gesichtsausdruck?
Gruß an Oldenburg :-))
reinhard spiegler
THE SHOCKED DOCTOR
Auf Wunsch von Reinhard Spiegler...der geschockte "Doctor".