Alternatives Faschingsprogramm der Koralle in Bruchsal: „Neies vun de Onne un de Ingrid"

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Mittwoch, 9. Februar 2011 - 10:26

Wieder urkomisch mit neuen markerschütternden Themen: Ruhestädlerin Onne (Anne Sessler, li.) und Immernochputzfrau Ingrid (Ingrid Heiler) im Koralle-Riff.    Foto: schu

Bruchsal. Bald hocken sie wieder auf ihrem Parkbänkchen zum Babbeln, Jammern, Lachen, Besserwissen und Schnattern. Wer? Wie Was? Na die trefflichen Reinemachefrauen und heiteren Alltagsphilosophinnen der Koralle „Onne un Ingrid". Irritationen lassen es ratsam erscheinen, deutlich zu erklären, dass die beiden Schlabbergoschen immer noch gemeinsam, also „d zamme", ein völlig neues, szenisches Mundart-Programm, sozusagen ein Doppel in „Wissedäler Schprooch" und „Wingerter Pälzisch" bestreiten. Klar also der Übertitel „Neies vun de Onne un de Ingrid", trotz des irreführenden Untertitels „D' Onne in Rente, d' Ingrid butzt weiter".

Anne Sessler hat sich erneut für ein halbes Dutzend Spielszenen unterhaltsam Amüsantes einfallen lassen. Zu Themen wie Reisemöglichkeiten, Mobbing und vor allem aber zu ihrem „ausgebrochenen" Ruhestand. Doch darf der nicht als permanente Freizeitwonne - ohne Wischmopp - nur zum Ausruhen und Faulenzen genutzt werden. Quer trotz wischmoppfreier Freizeit kommt der unliebsame Umstand, dass sie den lang ersehnten Zustand zwangsweise mit dem pensionierten Ehemann teilen muss. Die Gemeinsamkeit des Nichts - tun - Müssens im neuen Lebensabschnitt gebiert Schwierigkeiten und ungeahnte Problematiken. Wahrlich ein werde den Blutdruck noch das Stimmvolumen senkender Umstand. Wäre eine „getrennte Gemeinsamkeit" die bessere Lösung?

Für Ingrid Heiler gibt es beruflich Stress und Moderne-Zeiten-Probleme. Das Computer-Zeitalter krallt sich auch Putzeimerstars. Ihr Arbeitsleben verkompliziert sich auch im Sauberkeitsbereich unaufhaltsam. Gar in esoterische Höhen versteigt sich die Ruheständlerin. Aber nicht erst jetzt blühen dem geneigten Publikum applausträchtige Pointen.

Wieder urkomisch mit neuen markerschütternden Themen: Ruhestädlerin Onne (Anne Sessler, li.) und Immernochputzfrau Ingrid (Ingrid Heiler) im Koralle-Riff.    Foto: schu

Wieder urkomisch mit neuen markerschütternden Themen: Ruheständlerin Onne (Anne Sessler, li.) und Immernochputzfrau Ingrid (Ingrid Heiler) im Koralle-Riff. Foto: schu

Zur Entspannung des Zwerchfells liefert die beliebte Formation „Simbly Rodhaus Band" ein musikalisches Programm zwischendurch, das nicht nur Oldtimer zu Träumen und Nostalgietränen anregen wird. Sorgfältig ausgesuchte Evergreens und Schlager werden zum seelischen Wohlbefinden der Koralle- wie Rodhaus-Fans erheblich beitragen. Bandmanagerin Doris Pfeff hat gezielt geeignete Stücke, oft mit mal männlichem, mal weiblichem Gesang ausgewählt. Neue Stücke wie beliebte Ohrwürmer kommen zum Zuge. Grundformation ist diesmal ein Sextett mit Inge Ganter, Willi Guth, Susanne Gamer, Günther Heneka, Andreas Graf und Bandleader Doris Pfeff. Je nach Verfügbarkeit bereichern Beiträge zweier Newcomerinnen die Riff-Serenade. Nach der offiziell letzen Nummer im Programmheft soll alles in eine zeitlich befristete Sitzblockade für übrig gebliebene Nichtheimgehwillige münden. Natürlich mit weiteren Musikstücken für Seele und Tanzbein.

Der dritte Teil der Schrubber-Kultserie hat Premiere am 26. Februar. Weiter geputzt wird am 27.2. sowie am 4., 5. und  6. März, jeweils 19.30 Uhr, im Koralle-Riff, Eggerten 47. Karten gibt es im Vorverkauf bei Der Club Bertelsmann, Kaiserstraße 37, oder im Internet unter www.diekoralle.de auf der neuen Homepage der Koralle.

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