Alles Twitter oder was?

DruckversionPer e-Mail versenden
TEIL 1: Was ist Twitter?
Dienstag, 6. April 2010 - 0:01
Twitter Microblogging

Was ist das eigentlich, Twitter? Was hat  bruchsal.org alias Bruchsal_Org damit zu tun? Wozu brauche ich Twitter, wenn ich doch eigentlich bruchsal.org lesen will? Ist Twitter für mich interessant? Was verpasse ich, wenn ich Twitter nicht nutze? Diese und weitere Fragen rund um Twitter sollen in der mehrteiligen Serie beantwortet werden. Selbstverständlich können Sie gerne auch kommentieren und weitere Fragen stellen.

Twitter, ein Hype, der ebenso schnell verschwinden wird, wie er auf der Bühne des Internet aufgetaucht ist? Eine Blase, die rasch zerplatzen wird - ganz verdenken kann man Kritikern diese und ähnliche Vermutungen nicht. Allerdings ist in der Tat kaum davon auszugehen, dass der Microblogging-Dienst, der seinen Nutzern erlaubt, Kurznachrichten zu je 140 Zeichen im Stile von SMS, sogenannte Tweets, zu verschicken sich so schnell selbst überleben wird. Allzu sehr haben sich diese  Kurznachrichten schon verbreitet im Internet bis hin zu den mobilen Endgeräten à la iPhone, Blackberry und Konsorten. Eine ganze Industrie hat sich rund um Twitter gebildet, die entweder Zusatzdienste anbietet oder aber den Nachrichtendienst umgekehrt in die eigenen Anwendungen integriert. Für den Benutzer gibt es zig Programme sowohl für PC als auch für Smartphones, mit denen man auf Twitter zugreifen kann und - viel wichtiger - die dort leicht entstehende Datenflut übersichtlich ordnen und nutzen kann (z.B. TweetDeck). Umgekehrt ist grundsätzlich auch die Nutzung im Browser, also ohne jedes Zusatzprogramm, problemlos machbar. Fast möchte man bei Twitter schon von einem eigenen Format sprechen etwa vergleichbar einem weblog, der e-Mail oder eben der aus der Welt der mobilen Telefonie bekannten SMS. Eine Mischung aus alledem ist denn auch ein sogenannter Tweet, also eines jener Miniartikelchen zu maximal 140 Zeichen, um die sich alles dreht.

Twitter Tweet

Auch mit den sogenannten sozialen Netzwerken wie Wer kennt wen, Schüler-VZ, Facebook etc. hat Twitter einiges gemeinsam. So werden Beiträge von "interessanten" Autoren abonniert, damit man sie lesen kann. Wer den Tweets eines anderen Autoren folgt, wird als Follower bezeichnet (engl. to follow = folgen). Diesen Abonnenten kann man neben den öffentlich sichtbaren Tweets auch private Nachrichten, sogenannte Direct Messages schicken, die, wie der Name schon sagt, eben nur dem jeweiligen Adressaten zugänglich sind. Je nach gewählter Einstellung im Benutzerprofil (Benachrichtigung durch e-Mail aktiviert) bzw. verwendetem Twitter-Client (Programm für den Zugriff auf Twitter wie das oben genannte Programm TweetDeck) erreichen Direct Messages den Empfänger prakisch in Echtzeit und können damit besonders auf mobilen Endgeräten eine Alternative zu SMS bzw. e-Mail sein.

Die asketisch anmutende Beschränkung jedes Tweets auf gerade mal 140 Zeichen ist in der Praxis oft eine sprachliche Herausforderung, besonders wenn man komplexere Sachverhalte mitteilen möchte. Um Zeichen zu sparen, werden bei Verlinkungen meist Kurz-URLs verwendet, die mit http://tinyurl.com oder ähnlich beginnen. Es gibt aber auch Anwendungen von Drittanbietern, die die Beschränkung auf 140 Zeichen über eine Verlinkung zur Fortsetzung der Nachricht quasi aufheben. Ebenfalls über Zusatzdienste lassen sich Bilder in Tweets einbinden oder per Geotagging der Ort des Autors mitteilen.

Zum Abschluss des ersten Teils sei ein Blick darauf empfohlen, wie Twitter sich selbst beschreibt: Über Twitter

Nächste Folge: Was kann Twitter, was Andere nicht können?

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (2 Bewertungen)
Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen