Abfallgebühren bleiben stabil

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Geringere Nachsorgekosten für Deponien
Freitag, 7. Mai 2010 - 19:12

Kreis Karlsruhe. 6,5 Mio EUR weniger als ursprünglich berechnet muss der Landkreis Karlsruhe nach einer aktuellen Berechnung für die Nachsorgung an den ehemaligen Hausmülldeponien in Bruchsal, Karlsbad-Ittersbach sowie Karlsruhe-Grötzingen aufwenden. Dies nahm der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung erfreut zur Kenntnis. Dieses Ergebnis war möglich, weil Baumaßnahmen an den Deponien kostengünstiger durchgeführt werden konnten, als dies bei der letzten umfassenden Prognose zu erwarten war. Der Kreistag beschloss einstimmig, die bereits gebildete Rückstellung von 41 Mio EUR entsprechend zu verringern und innerhalb der nächsten fünf Jahre den Gebührenzahlern zurückzubezahlen. Damit können zukünftige Kostensteigerungen aufgefangen werden. Die Abfallgebühren werden deshalb auch in den nächsten Jahren im Landkreis voraussichtlich stabil bleiben.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel informierte den Kreistag auch über den Brand in der Ersatzbrennstoffanlage bei der Gesellschaft für Abfallwirtschaft (GfA) in Bruchsal. Die Brandursache ist noch nicht ermittelt, bis auf weiteres werden die für die Ersatzbrennstoffaufbereitung vorgesehenen Sperrmüll- und Gewerbeabfälle direkt in der Müllverbrennungsanlage Mannheim entsorgt. Mehrkosten für die Einwohner entstehen dadurch nicht. Die Wertstoffsortieranlage am gleichen Standort war von dem Brand nicht betroffen. Die GfA, an der der Landkreis nur zu 27% beteiligt ist werde nun prüfen, welche abfallwirtschaftlichen Maßnahmen am Standort in Bruchsal zukünftig vorgenommen werden. Eine Aufgabe des Standorts und Verlagerung des Betriebs mit 150 Mitarbeitern bezeichnete Landrat Dr. Schnaudigel als unwahrscheinlich.

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