„Satiricon“ – Tomi-Ungerer-Ausstellung in Frankfurt

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caricatura museum frankfurt zeigt in Kooperation mit dem Musée Tomi Ungerer, Straßburg, zum 80. Geburtstag des Künstlers eine repräsentative Auswahl aus dem satirisch-komischen Werk.
Freitag, 14. Oktober 2011 - 10:37

Choice not chance (c) Musées de Strasbourg

Choice not chance © Musées de Strasbourg

Ab 8. Dezember 2011 ist es soweit: Das caricatura museum frankfurt feiert zusammen mit dem Musée Tomi Ungerer, Straßburg, den 80. Geburtstag des weltbekannten Zeichners, Illustrators, Grafikers und Schriftstellers. In der Hauptstadt der Satire präsentiert das Museum eine in dieser Form erstmals gezeigte Auswahl von mehr als 170 satirisch-komischen Werken. Unter den Exponaten befindet sich auch eine Reihe unveröffentlichter und fragmentarischer Arbeiten.

Die ausgewählten Werke dokumentieren den komischen Blick Ungerers auf die Welt und seine satirische Auseinandersetzung mit der Konsumgesellschaft und dem modernen Menschen, mit dem Militarismus und Nationalismus. Die Weltsicht des Künstlers wird in Illustrationen, Collagen, Skizzen, Plakaten und Zeichnungen vorgestellt.

Gerade in Deutschland ist der Elsässer, der sich immer als Europäer verstanden hat, besonders populär. „Daher erwarten wir für diese außergewöhnliche Werkschau ähnlich hohe Besucherzahlen wie bei unserem in diesem Jahr erzielten Rekord von über 26.000 Besuchern pro Ausstellung“, so caricatura-Leiter Achim Frenz.

Die Ausstellung wird vom 8. Dezember 2011 bis 18. März 2012 in den Räumen des caricatura museum frankfurt am Weckmarkt 17 zu sehen sein.

Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10-18 Uhr, Mittwoch von 10-21 Uhr.

Zu Tomi Ungerer:

ohne Titel (Compromises) (c) Musées de Strasbourg

ohne Titel (Compromises) © Musées de Strasbourg

Tomi Ungerer wurde am 28.11.1931 in Straßburg geboren. Erstes Aufsehen erregte er nach seiner Auswanderung in die USA 1956 mit dort publizierten Kinderbüchern, satirischen Zeichnungen und Werbeplakaten. Seit Anfang der 1960er Jahre werden seine Bücher bei Diogenes, Zürich, verlegt. Den Durchbruch erreichte er 1967 mit politischen Plakaten, die dem Protest gegen den Vietnamkrieg stärksten graphischen Ausdruck verliehen. Seither fand Ungerers Teilhabe am Diskurs über gesellschaf-tliche Veränderungen große Beachtung. Sein Werk wurde unter anderem mit dem französischen Großen Nationalpreis für Grafik (1995), dem internationalen Hans-Christian-Andersen-Preis (1998) und dem Erich-Kästner-Preis für Literatur (2003) ausgezeichnet. Der Künstler wurde 1987 vom französischen Kulturminister Jack Lang in die Interministerielle Deutsch-Französische Kommission berufen, 1993 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Seit 1975 lebt Ungerer abwechselnd in Irland und Straßburg.

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