„Gegen das Vergessen" - Bruchsal gedenkt im Oktober und November der Deportation von 1940

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Konzerte und szenische Lesungen erinnern an die Verschleppung der jüdischen Bevölkerung vor 70 Jahren
Mittwoch, 8. September 2010 - 10:56

Bruchsal (pa). Ende Oktober 1940 wurden auf Veranlassung der Gauleiter für Baden und Saarpfalz die in diesen Regionen lebenden Juden in das Internierungslager im südfranzösischen Gurs deportiert. Auch über 80 Menschen aus Bruchsal verloren ihre Heimat. Auf viele wartete der Tod: 1942 wurden Tausende in Viehwaggons von Frankreich aus in die Vernichtungslager im Osten transportiert und dort ermordet.

Gurs

Jüdische Häftlinge hinter Stacheldraht im Internierungslager Gurs/Frankreich © United States Holocaust Memorial Museum

Mit einer Veranstaltungsreihe erinnert die Stadt Bruchsal zwischen dem 2. Oktober und 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht von 1938, an die menschenverachtende Ausgrenzung ihrer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger während des Nationalsozialismus. Mehrere Konzerte, Theateraufführungen sowie Gedenkveranstaltungen am Abend des 21. und 22. Oktober sind geplant. Dabei wird auch ein einzigartiges Zeitdokument eine Rolle spielen: Das Bruchsaler Stadtarchiv verwahrt eine kurze historische Filmsequenz, die den Gang der deportierten Bruchsaler Juden zum Transportzug nach Gurs im Oktober 1940 zeigt.

Das vollständige Programm sowie Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind ab Mitte September erhältlich bei der Stadt Bruchsal, Hauptamt, Abt. Kultur, International University Campus 2, 76646 Bruchsal, Tel. 07251/79-380, E-Mail: thomas [dot] adam [at] bruchsal [dot] de.

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