„Drei Schwestern" von Anton Tschechow

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Mittwoch, 14. April 2010 - 15:20

Bruchsal (schu). Ein durchweg junges Koralle-Ensemble bringt ab dem 17. April (Premiere ausverkauft) als Neuinszenierung „Drei Schwestern", Anton Tschechows „Meisterstück" von 1901, auf die Riff-Bretter. Es gehört zu den meistgespielten Dramen Anton Tschechows. Der Autor gilt als Wegbereiter des modernen epischen Theaters.

Die drei Schwestern

Die Handlung spielt sich in der russischen Provinz um die Jahrhundertwende. Die Figuren sind alle gefangen im Wunschdenken, in die gewohnten früheren, lebenswerter erscheinenden Verhältnisse zurück zu kehren. Sie scheitern letztlich an ihrer Passivität und ihrem mangelnden Realitätssinn. Die Formel „Nach Moskau!" zieht sich durch die gesamte Handlung als unerfüllter Wunsch des Trios.

Der Ausweg aus ihrer Apathie wäre Aktivitäten, um den Wechsel vorzubereiten. Jedoch erweisen sich die drei Schwestern letztlich als unfähig, ihre missliche Situation zu ändern. Eine dazu notwendige Auflehnung gegen das „Schicksal" unterbleibt. Hoffnungen auf Liebesglück bleiben zwangsläufig unerfüllt.

Jungregisseur Jonas Gärtner will die „Herausforderung des Theaterklassikers" zusammen mit seinen jungen Darsteller/innen meistern. Zur besseren Verständlichkeit hat er den gesamten Text überarbeitet. Er findet darin viel zeitlos Aktuelles, was er dem Publikum präsentieren möchte. Bei seinem Regiedebüt wird er von Koralle-Mitgliedern in allen erforderlichen Bühnensparten unterstützt. Die Inszenierung ist ein Beitrag zum 150. Geburtstag des berühmten russischen Autors (geb. 29.1.1860). Weitere Vorstellungen sind am 18., 23., 24. und 25. April, jeweils um 19.30 Uhr, im Riff-Theater, Eggerten 47 (hinter Sancta Maria). Karten gibt es unter kartenreservierung [at] diekoralle [dot] de im Internet oder bei der Buchhandlung Baier, Hoheneggerstraße.

Stefan Schuhmacher

 

Foto: Koralle

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