Östringen: Zwei leicht Verletzte nach Detonation im Keller.
Östringen. Im Keller des auch von einem 18-jährigen Chemielaboranten-Azubi genutzten Mehrfamilienhauses an der Östringer Kolpingstraße ist es am Donnerstag gegen 14.40 Uhr zu einer Detonation gekommen, durch die zwei Personen leicht verletzt wurden.
Nach den bisherigen polizeilichen Feststellungen hatten die 20 Jahre alte Schwester des jungen Mannes und ein 26 Jahre alter Helfer in dem von Müll durchzogenen Kellerraum aufräumen wollen. Offenbar als der 26-Jährige ein altes Radiogerät in eine Kiste mit Kleidern warf, kam es zu der chemischen Reaktion, die sich explosionsartig äußerte. Glücklicherweise erlitten die beiden jungen Leute hierbei nur leichtere Blessuren.
Auslöser für die Detonation dürften nach dem Stand der Dinge geringste Restmengen eines bei dem 18-Jährigen sichergestellten Spengstoffes gewesen sein.
Um jedes auch noch so geringe Risiko für Personen auszuschließen, wurde das zweieinhalbstöckige Dreifamilienhaus evakuiert und für die nächsten Tage gesperrt. Hiervon betroffen ist neben der Schwester des 18-Jährigen auch eine im Erdgeschoss lebende zweiköpfige Familie. Der Mieter der im ersten Obergeschoss gelegenen Wohnung befindet sich derzeit im Urlaub.
In den kommenden Tagen werden die von dem 18-Jährigen genutzten Räume durch Fachleute des Landeskriminalamtes Stück für Stück geräumt und die vorgefundenen Gegenstände thermisch entsorgt.
Die betroffenen Parteien kamen fürs Erste bei Nachbarn beziehungsweise Freunden unter.
Wie mehrfach berichtet, hatte ein 18 Jahre alter Chemielaboranten-Azubi in dem Anwesen diverse Chemikalien angesammelt und damit das brisante Gemisch hergestellt.
Der 18-Jährige, der seit dem Fund das Anwesen nicht mehr betreten hat, macht bislang von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Dem derzeitigen Ermittlungsstand zufolge hat der Auszubildende eine regelrechte Leidenschaft an chemischen Zusammenhängen. Hierin könnte auch der Beweggrund seines Handelns zu suchen sein. Offenbar hatte der 18-Jährige die längere Abwesenheit seiner Schwester genutzt und sowohl die Wohn- als auch die Kellerräume in Beschlag genommen.
Zur ambulanten Versorgung der Verletzten waren vorsorglich zwei Notärzte - einer davon mit dem Rettungshubschrauber - und zwei Rettungswagen vor Ort geeilt. Darüber hinaus war auch die örtliche Freiwillige Feuerwehr im Einsatz.
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