Ökogarten im Heubühl in Notlage

DruckversionPer e-Mail versenden
Wichtige Finanzspritze für Projekte in Peru
Mittwoch, 24. November 2010 - 9:47

Scheck Peru-Projekt

Eine höchst willkommene Überraschung erhielt Rudolf Sessler, bekannt als Triebfeder des Bruchsaler Heubühl-Projektgartens,  in Form einer Spende über 500 Euro ins Haus. Die Frauengemeinschaft St. Peter hat ihre Kasse spürbar geschmälert, der guten Sache wegen. Stellvertretend  übergab die bisherige Vorsitzende Elisabeth Holler den hilfreichen Spendenscheck für die Weiterführung  der Peruprojekte an Rudolf Sessler. Unterstützt werden soll damit im fernen Südamerika die Fortführung der Arbeit des ehemaligen Biolehrers und Entwicklungshelfers mit einheimischen Indios, welche durch einen Unglücksfall in große Geldnöte gekommen ist.

Im Andenstaat wurden in  4 000 bis 5 000 Metern Höhe vier Ökogartenbauprojekte und Karpfenzuchten, als Gemeinschaftsgärten für die arme Bevölkerung entwickelt. Mit dem Geld sollen Jungfische und Samen gekauft werden, um die eigenständige, eigenverantwortliche Lebensmittelproduktion fort zu führen. Die kommt besonders den Kleinkindern zugute, die vielfach immer noch unter Mangelernährung leiden. Doch die Projekte "Hilfe zur Selbsthilfe" in San Pablo, der Partnergemeinde des Perukreises St. Peter, sind durch das zwangsweise Ausbleiben von Hilfsgeldern fast zum Erliegen gekommen.

Üblich war bisher, dass Sessler im peruanischen Sommer, also im Januar und Februar jeweils, im Andenhochland die Indios in Theorie und Praxis mit Anbaumethoden vertraut machte. Die Finanzen für seine individuelle Entwicklungshilfe lieferte jahrelang der heimische Projektgarten durch den Besucherobolus oder individuelle Spenden etwa von Schulen und Privatleuten.

Anfang Februar sollte in Peru die Aufnahme eines neuen Projektes „Regenwaldgarten" in die Arbeit integriert werden. Bei der Busfahrt musste ein Höhenunterschied von rund 4 000 Metern auf einer im Bau befindlichen Straße bewältigt werden. Um nicht in eine Schlucht zu stürzen, als plötzlich die Bremsen versagten, steuerte der Fahrer den Bus an eine Felswand. Dabei wurde Rudolf Sessler am Kopf schwer verletzt. Er fiel monatelang für die übliche Projektarbeit im Heubühl aus und ist bis heute noch nicht wiederhergestellt.

Noch sind die Projekte im Andenstaat nicht finanziell unabhängig und selbstständig. Wie es weitergeht ist ungewiss. Die Spende der Frauengemeinschaft sollte ein Zeichensetzen und zur Nachahmung anregen.  Spendenkonto : Perukreis St. Peter, 10 403 905, Spk. Kraichgau, BLZ 663 500 36, Kennwort: Sessler-Projekte. Spendenbescheinigungen stellt das Pfarramt aus.

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen