Ärztlicher Notdienst - ab sofort unter Tel. 116117
Bundeseinheitliche Rufnummer ist seit heute eingeführt
Montag, 16. April 2012 - 9:39
Bitte beachten:
Ab sofort gilt bundeseinheitlich die Nummer
116117 für den ärztlichen Bereitschafts-/Notdienst.
Vom Mobiltelefon aus funktioniert die Nummer noch nicht überall. Kann man vom "Handy" aus keine Hotline erreichen, nennt eine Bandansage die zuständige Stelle mit Rufnummer.
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Montag, 27. Mai 2013 - 17:30
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Donnerstag, 30. Mai 2013 - 17:00
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Kommentare
dpa-Meldung
vom 16. April 2012:
"Die neuen einheitlichen Notfallnummern für den ärztlichen Bereitschaftsdienst werden in Baden-Württemberg voraussichtlich erst ab 2013 gelten".
Und außerdem sollte nicht übersehen werden: "Die Kassenärztliche Vereinigung weist darauf hin, dass bei Lebensgefahr wie bei Herzanfällen oder Unfällen nach wie vor die Notrufnummer 112 gilt".
Stimmt tatsächlich!
Sie haben recht, filou!
Ich habe natürlich die neue Nummer nicht ausprobiert (wegen der Strafbarkeit bei Missbrauch von Notrufnummern), aber gerade von der KV BaWÜ erfahren, dass die Nummer entgegen der Ankündigungen in verschiedenen BL tatsächlich noch nicht gilt.
Nicht uninteressant
war dieser Tage ein Bericht im Fernsehen über die Notrufnummer 116 117. Ein Anruf auf 112 durch einen Verwandten: ältere Dame mit Verdacht auf Herzinfarkt. Er wird auf die Nummer 116 117 verwiesen. Dort angerufen, das Callcenter meint, es wäre nicht so schlimm und keineswegs ein Herzinfarkt.
Erneuter Anruf auf 116 117, ja es wird ein Arzt kommen. Nach drei Stunden trifft ein Bereitschaftsarzt ein (Bereitschaftsärzte sind keine Notärzte, es sind Ärzte aus der näheren Umgebung, die Bereitschaftsdienst haben). Er diagnostiziert: Verdacht auf Herzinfarkt und ruft den Rettungsdienst. Als die Sanitäter eintreffen, sind sie nicht für einen Herzinfarkt in ihrem Sanka eingerichtet. Sie nehmen deshalb die Frau nicht mit.
Als das richtig ausgerüstete Fahrzeug eintrifft, in dem die Frau versorgt werden kann, sind vier Stunden seit dem ersten Anruf vergangen.
Die Frau hat überlebt.
Ich war entsetzt über den Bericht. Die Nummer 116117 wurde eingerichtet, um die 112 zu entlasten. Der Kommentar in dem Bericht war: ja, es müssen auch in den Callcentern medizinisch geschulte Mitarbeiter eingesetzt werden.
Jetzt frage ich mich, wann kommt jemand auf die glorreiche Idee, ALGII-Empfängern eine medi-zynische Kurzunterweisung zu erteilen und sie dann in den Callcentern einzusetzen? Also, was ich bisher von der von der Leyen gehört habe, so unmöglich scheint mir das nicht.
Das trifft so zu
Vielen Dank für diesen Hinweis. Ich stelle mit Genugtuung fest, dass Sie nun eines Besseren belehrt sind. Sie schrieben in meinem Notdienst-Thread
Zitat filou:
Ich glaube einfach, dass bei einer Augenverätzung o.ä. die Rettung sofort anlaufen würde. Ihr Szenario scheint mir übertrieben. "Arbeitskampf auf Kosten der Patienten" ist Blödsinn.
Zitat Ende
und der "kopfschüttelnde Jupp" verteidigt das auch noch:
Zitat:
Aber damit wird ja bestimmt leider dann ein lieber Mitbürger zum Ohrenschmalz-Entfernen nach Heidelberg in die Kopfklinik gefahren. Gesunder menschenverstand ist hier gefragt, wie so oft übrigens.
Zitat Ende
Und solche Zustände, wie im TV-Bericht anscheinend zu sehen waren, nennt er dann "gesunder Menschenverstand"?!
Ich habe diese Sendung leider nicht gesehen, kann aber aus eigener Erfahrung Ähnliches bestätigen.
Obwohl in unserem Fall nicht noch erst mal ein Bereitschaftsarzt angerückt kam, standen zum Schluß (=Abtransport der Erkrankten) 3 Fahrzeuge vor der Tür.
Immerhin: der erste Rettungsdienst war zwar in der vorgeschriebenen Zeit (in BaWü max. 15 min.) eingetroffen, bestand aber nur aus Sanitätern.
Bis dann der angeforderte Notarzt eintraf, untersucht war, die Transportfähigkeit bejaht werden konnte, bis Fentanyl verabreicht war, vergingen wegen Höllenschmerzen qualvolle und schier endlose 50-60min seit Anruf bei der Rettungsleitstelle.
Dass angesichts der vielen Fälle, in denen Rettungskräfte wegen der berühmten quersitzenden Flatulenz angefordert werden, nicht gleich bei jedem Einsatz ein Arzt mitfährt, kann ich noch nachvollziehen. Dass sich aber die auch nach meinem Empfinden unsäglichen und jämmerlich besetzten Rettungsleitstellen Ferndiagnosen erlauben und daraus folgernd sinnlose Hilfskräfte losschicken, geht entschieden zu weit.
Es scheint Methode zu sein, die Anrufer zunächst einmal für aufgekratzte Lügenbolde, nervöse Hypochonder und Dummköpfe zu halten.
Aber auch ein Arzt im Bereitschaftsdienst, der sich sage und schreibe 3 Stunden Zeit lässt, einen Notfallpatienten aufzusuchen, gehört die Zulassung als Arzt entzogen!
Würden endlich, wie ich mit meiner Petition erreichen wollte, die Bereitschaftsdienst leistenden Ärzte NAMENTLICH in den Medien aufgeführt, so könnte man sich den Umweg über völlig inkompetente RLS sparen, Symptome würden nicht verwässert dargestellt, die Reaktionszeit wäre verkürzt und nicht zuletzt hätte man sogar Geld gespart, weil nicht unsinnig irgendwelche Kräfte gebunden wären, die in der Zeit ohne Weiteres jemanden mit Ohrenschmalz nach Heidelberg fahren könnten.
Es tut mir Leid,
Ihnen sagen zu müssen, dass Sie, Morgan le Fay, Zitate aus dem Zusammenhang reißen nach Ihrem Gusto interpretieren und dadurch die Gesamtaussage verfälschen. Ich gebe auf.