Ärztliche Versorgung 2011 in Bruchsal

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Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe..(Wilhelm Busch)
Mittwoch, 24. August 2011 - 19:38

Gerade vorhin, ich wollte unseren Laden abschließen, sprach mich eine Dame an, die vergeblich den vor kurzem umgezogenen Augenarzt unter alter Adresse aufsuchen wollte.

Sie bat mich, einen Optiker, in ihrer Verzweiflung, doch nach ihrem total entzündeten Auge zu sehen, ein Fremdkörper mache ihr schwer zu schaffen und in der Styrum-Klinik habe man sie wieder weggeschickt, da kein Arzt da sei!!!

Ich schloß meinen Laden wieder auf, bat sie herein und rief die zentrale Notrufstelle an. Ich wollte wissen, wo sich der nächste augenärztliche Notdienst leistende Arzt befindet!

"Sowas gibt´s nicht, da muss man in ein Krankenhaus"!

Ich wies darauf hin, dass die Dame von dort gerade käme und man sie wieder weggeschickt habe, da es dort keinen Augenarzt gäbe.

"Dann muss sie halt nach Karlsruhe fahren, ins Vinzenz oder ins Städtische"!

"Wie soll sie denn da hinkommen, mit dem völlig entzündeten Auge?"

"Ja, sie muss sich halt fahren lassen! Hat sie niemand, der sie fahren kann?"

Die Dame verneinte.

"Warten Se mal, ich probier´ mal was..?" hörte ich den immer noch bemühten Herrn bei der Rettungsleitstelle und nach einiger Zeit meldete sich eine freundliche Dame vom ärztlichen Dienst in der Zollhallenstraße, die sich des Falles annahm.

Auch sie könne keinen Augenarzt mehr auftreiben, aber sie würde vom diensthabenden Arzt untersucht und ggf. nach Karlsruhe überwiesen  und dann auch dort hin gefahren.

Hätte man der Patientin diesen heißen Tipp nicht gleich im Krankenhaus geben können??? Nein, man hätte ihr den Tipp sogar gleich geben MÜSSEN und es ist wieder eines jener Beispiele, wie unser Gesundheitswesen, die Betreuung der Bevölkerung nach und nach im Sumpf versinkt!

Man stelle sich vor, was in der Zwischenzeit mit dem Auge hätte passieren können, wenn eine aggressive Substanz ins Auge gelangt oder die Hornhaut perforiert gewesen wäre!!

Sie können alle nur hoffen und beten, dass Sie außerhalb der Dienstzeiten niemals einen Augenarzt benötigen.

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Kommentare

"Eines Mannes Rede...

... ist keine Mannes Rede - man soll sie billig hören beede!"
Und deshalb sollte man dem Krankenhaus eigentlich Gelegenheit geben, sich zu diesem Fall zu äußern.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Dame dort einfach ohne jeden weiteren Rat weggeschickt wurde.
Aber leider, leider wird das Krankenhaus sich zu diesem Vorgang nicht äußern. Wo käme man auch hin...

Stellungnahme ein Muss

Sollte es im Krankenhaus Bruchsal auch nur ansatzweise jemanden geben, der für so etwas wie Marketing oder zumindest Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und der je etwas von Online Reputation Management ("Wie werde ich im Internet wahrgenommen?") gehört hat, wird er (oder sie) sich sehr wohl schleunigst hier oder sonstwo zu Wort melden mindestens um Schadensbegrenzung zu betreiben. Man bedenke nur die Wirkung, wenn auf die Googlesuche nach "krankenhaus bruchsal" dieser Artikel auf Seite 1 erscheint...

Wissen ist Macht

Als Bruchsaler Optiker sollte man eigentlich informiert sein, was die augenärztliche Versorgung und den Notfalldienst in Bruchsal betrifft.
Bei gefährlichen Augenverletzung (Eindringungen, Verletzungen, Verätzungen usw.) sollte jeder wissen, was zu tun ist.
Ich würde bei einer schwerwiegenden Augenverletzung sofort den Europa-Notruf 112 wählen. Ich würde keine Zeit verlieren, nach irgendwelchen Notdiensten zu suchen.
Bei reibenden Fremdkörpern im Auge sollte ein Arzt oder Optiker in der Lage sein zu beurteilen, was notwendig ist. Kann der Fremdkörper nicht entfernt werden, Auge mit Verband abdecken und ab ins Taxi zum Klinikum Karlsruhe (24-Stunden Augen-Notdienst für alle plötzlich auftretenden Beschwerden).
Ahem, bessere Vorschläge sind willkommen.

Augenärzte und Bruchsal...

das ist leider auch ein recht düsteres Kapitel.
Mir ging es vor kurzem ähnlich: ich hatte Schmerzen an einem Auge und bin morgens um 8 bei meinem Augenarzt gestanden. Leider war der eine in Urlaub und der andere in einer OP- daher bat mich die nette Dame entweder bis Mittag zu warten oder es bei einem Kollegen in Bruchsal zu versuchen. Da ich nicht bis ins Krankenhaus laufen wollte ging ich zur nächsten Gemeinschaftspraxis in der Stadtmitte.
Nach meiner Ankunft dort und Beschreibung meiner Schmerzen kam die Frage ob ich schon mal dort war, was ich bejahte (ca. 10 Jahre her). Danach die Frage ob ich mittlerweile bei einem anderen Augenarzt war. Meine Antwort war wohl der Fehler: ich bejahte (wahrheitsgemäß) auch dies.
Darauf kam blitzschnell die Antwort, daß man mich dann nicht behandeln könne und ich bitte zu meinem "Standard"-Augenarzt gehen muß.

Tja- ich weiß nur, daß ich die Praxis in der Stadtmitte damit garantiert nicht mehr betreten werde sondern im Notfall eben irgendwie nach Karlsruhe fahren werde (kann ich jedem nur empfehlen wurde dort auch zu Unzeiten mit Fremdkörper im Auge sehr gut behandelt).

Ausübung der Heilkunde?

Geehrter "Filou", es ist interessant, dass Sie wissen, was ich wissen müsste. ;-)

Vielleicht ist Ihnen aber entgangen, dass Optiker keine Diagnosen stellen und Heilkunde ausüben dürfen?!

Ihr "europaweiter Notruf" bringt auch nicht mehr als die 19222. In diesem Falle war es auch die richtige Entscheidung, denn man konnte mich direkt mit dem ärztlichen Dienst in Bruchsal verbinden.

Fahren Sie mit Ihrem Wehwehchen in die Klinik, kann es Ihnen passieren, dass man Sie wieder wegschickt mit der Maßgabe, einen niedergelassenen Arzt aufzusuchen, OBWOHL SIE BEHANDELT WERDEN KÖNNTEN!

Wissen Sie, was ein Taxi nach Karlsruhe kostet? Das müssten Sie dann auch in bar gerade dabei haben, wenn Ihnen ein Splitter ins Auge gerät. Die besagte Dame in meinem Artikel war keine Hiesige.

Ihr "24-Stunden Augen-Notdienst für alle plötzlich auftretenden Beschwerden" ist völliger Blödsinn, denn in der Klinik werden nur Notfälle behandelt.

Und Sie glauben gar nicht, was heutzutage alles KEIN Notfall ist.

 

Augenärzte in Bruchsal

schon mal dagewesen, aber leider immer noch aktuell

Es ist richtig, daß es hier wohl um die gleiche Praxis geht- nur zu ändern scheint sich dort nichts.
Leider gibt es über genau diese Praxis noch mehr nette Anekdoten, welche einen Besuch derselben einem wohl eher verleiden können.

Neu ist....

..., dass es neben der unzumutbaren Terminvergabe beim Niedergelassenen (darum ging es in den anderen Threads) anscheinend keinen augenärztlichen Notdienst mehr gibt.

Neu ist, dass man eine Patientin, die unübersehbar ein Augenproblem hat, ohne jede Fürsorge wieder wegschickt und noch dazu an eine Facharztadresse verweist, die erstens überholt ist und die zweitens zu der Tageszeit auch nicht mehr besetzt gewesen wäre. Offensichtlich sah man sich noch nicht einmal imstande, mal zwei, drei Telefonate zu führen, um zu klären, wer wann wo der Frau helfen könnte.

Somit bekommt die ärztliche Versorgung der Bevölkerung Bruchsals eine ganz neue und keinesfalls akzeptable Qualität und ich finde, man muss solche Zustände publizieren.

 

@Marco Ertel

NEIN, hier muss ich klarstellen, dass die gewisse Arztpraxis aus den ersten Fällen diesmal nicht involviert ist! 

Völliger Blödsinn

Was Morgan la Fay als völligen Blödsin bezeichnet, steht im Klinikum Karlsruhe auf der Homepage:

"Dazu bietet Ihnen unsere Augenklinik als Fachabteilung eines Krankenhauses mit Maximalversorgung das gesamte Spektrum der modernen Augenheilkunde.

24-Stunden Notdienst für alle plötzlich auftretenden Beschwerden
.............................
.............................

Was die sich wohl so denken?

Tja - oder...

... was Morgan le Fay sich wohl so denkt...?

Stellungnahme des Krankenhauses Bruchsal

Das ist denen als halbstaatlicher Organisation doch völlig wurscht. Wo ist die Konkurrenz? Und wie gut ist die?

@Filou: Was wollen Sie eigentlich?

Auf der HP kann sonst was stehen, lesen Sie dazu einfach mal das Sozialgesetzbuch V §116 oder folgenden Passus aus Wikipedia:

Da Krankenhäuser in Deutschland, außer im Sinne von Notfallambulanzen und der psychiatrischen Institutsambulanzen, an der ambulanten ärztlichen Versorgung grundsätzlich nicht teilnehmen, ist ambulante Krankenhausbehandlung durch den Gesetzgeber auf ambulante Operationen beschränkt. Die aktuell zunehmende und umstrittene Ausnahme dieses Grundsatzes ist die ambulante Behandlung im Krankenhaus gemäß § 116b SGB V. (Zitat Ende)

Sie können sich schon mit "plötzlich auftretenden Beschwerden" (ist ja nicht automatisch ein Notfall!!) an ein Krankenhaus wenden, zahlen dann aber womöglich den Privatpreis.

Aber was soll das Geplänkel? Sind wir denn alle dumm, weil wir nicht auf Ihre Idee gekommen sind, es beim Städtischen Klinikum zu versuchen, wo die Dame auch erst mal hinkommen hätte müssen?

Es geht doch hier darum, dass man die Frau in der Bruchsaler Klinik abgewiesen hat, ohne ihr wirkliche Hilfe zu vermitteln, wenn man schon im eigenen Hause nicht helfen kann, was traurig genug ist. Da schickt man sie zu einer Arztadresse, die es seit Monaten gar nicht mehr gibt und klärt auch nicht ab, ob der Arzt um die Uhrzeit überhaupt noch da ist.

Aus den Augen, aus dem Sinn.

Dass es darüber hinaus keinen augenärztlichen Notdienst mehr gibt, ist ungeheuerlich. Ich werde noch klären, ob das rechtlich zulässig ist, denn wenn ein Notfall eintritt, muss ein Ersthelfer binnen 15 Minuten erreichbar sein (und das wäre bis zum Städtischen Klinikum mehr als leicht überschritten!). Die Notwendigkeit, nach Karlsruhe fahren zu müssen, entspricht nicht den gesetzlichen Vorschriften zum Rettungswesen und ist unzulässig!

Auszug aus Wikipedia ("Hilfsdienste")

Baden-Württenberg  :10-15 Minuten (Zitat Ende)

 

 

Die Frau hat im Endeffekt

Die Frau hat im Endeffekt Glück das sie ihr Auge noch hat, denn aus der Schlachtfabrik, dem Fürst Stirum-Klinik, kann man auch ganz anders heraus kommen.
Aber jeder sollte über die Glanztaten des Fürsten Stirum erfahren, dass man merkt wessen Geistes Kind diese "Klinik" ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Damian_August_Philipp_Karl_von_Limburg-Stirum

Im hauseignen Stadtwiki wird dieser Lebenslauf nicht veröffentlicht, der Bruchsaler soll wohl nichts über die Glanztaten des Fürsten Stirum erfahren.
Der Bruchsaler soll jubeln wenn er den Namen Fürst Stirum hört und dumm bleiben.

Jeder sollte mal die Architektur von dem Krankenhaus sich anschauen.
Es ist eine Fabrik die nur einem dient:
Der Geldvermehrung!
Der Patient bleibt auf der Strecke, der Arzt und die Chefs der Krankenkasse brauchen ja die jährliche, fürstliche Lohnerhöhung.

Es gibt einen Notdienst in Bruchsal!

Ich habe soeben mit einer Dame der Kassenärztlichen Vereinigung telefoniert, die mir zu meiner Verblüffung eröffnete, dass es sehr wohl einen Notdienst gäbe. Wie sich diese Fehlinformationen in der Styrum-Klinik und bei der Rettungsleitstelle ergeben hätten, könne sie sich auch nicht erklären, zögen aber auf jeden Fall "Belehrungen" und Kontrollanrufe nach sich!

Eine solche Ignoranz und Schlampigkeit kann einen die Gesundheit kosten!

Der (Augen-)Arzt, der diesen Notdienst zu leisten gehabt hätte, ist mir namentlich bekannt. Man kann ihm vermutlich noch nicht einmal einen Vorwurf machen, wenn selbst die Rettungsleitstellen nicht wissen, wer wann Dienst hätte.

Ein Saustall ist das....

Wikipedia bringt nicht immer den Erfolg

Schön nachgelesen bei Wikipedia. Leider in dieser Situation falsch oder falsch verstanden.

1. Die Hilfsfrist kommt aus dem Landesrettungsdienstgesetz und regelt dass nach spätestens 15 Minuten ein geeignetes Rettungsmittel an der Straße des Notfallortes angekommen sein muss. (Gesetz über den Rettungsdienst BW, §3, Abs.2)

2. Regelt das Landeskrankenhausgesetz BW die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, anderen Krankenhäusern und dies auch im Bereich der Notfallversorgung. Weiter besteht ein Landeskrankenhausplan in welchem festgeschrieben ist, welche Fachabteilungen in welchen Kliniken vorgehalten werden. Dies ist vom Rettungsdienst zu berücksichtigen, so dass ein Patient mit z.B. einer Augenverletzung, eben in eine Klinik mit einer Augenärztlichen Abteilung gefahren wird. Auch wenn diese Fahrt z.B. 30 Minuten dauern sollte. (Landeskrankenhausgesetz BW §§3,4)

3. Viele Krankenhäuser in der Umgebung besitzen keine Kinderklinik. Auch hier ist es doch vernünftig, da man das Beste für sein Kind möchte, in eine Kinderklinik zu fahren. Ebenso hat nicht jedes Krankenhaus auf dem Lande eine Neurochirurgie oder macht Eingriffe am offenen Herzen. Da sind Karlsruhe und Heidelberg die nächsten Kliniken. So ist es leider.

Das Problem...

...liegt in dem Wort "Notdienst". Da denkt der Laie immer an "sofort", "Notarzt" und "Blaulicht". Diese so genannten Notdienste sind nichts anderes als Bereitschaftsdienste, also ein Arzt vertritt seine Kollegen, wenn diese geschlossen haben. Mit Notfällen hat das aber nichts zu tun. Hierfür ist die Leitstelle mit Rettungswagen, Hubschrauber und tatütata zuständig.
Alle niedergelassenen Ärzte sollten wenn sie abends den Schlüssel in ihrer Praxis rumdrehen auf den AB den zuständigen Vertreter ("Bereitschafthabenden") aufsprechen. Dann wäre alles kein Problem. Im übrigen stehen die Telefonnummern und Dienstzeiten der Bereitschaftsdienste auch in den jeweiligen Amtsblättern bzw. Mitteilungsblättern der Gemeinden. Bei richtigen Notfällen (Messer im Auge, Herzinfarkt, Schlaganfall, Verkehrsunfall etc. immer den Rettungsdienst rufen, die sind dann auch wenn möglich innerhalb der gesetzlichen Fristen zur Hilfeleistung vor Ort. Und nicht vergessen: Es liegt sicherlich vieles im Argen bei uns, aber in vielen Gegenden dieser Welt muss man eine Woche durch die Landschaft wandern bis man auf medizinische Hilfe trifft.

@Keule

@Keule @Bruchsal-Freund

Selbstverständlich habe ich den Rettungsdienst nicht mit dem Bereitschaftsdienst verwechselt, dazu bin ich zu lange in der Materie. Ich verlinke auch lieber zu einem Artikel in Wikipedia als zum SGB oder weiteren Gesetzesvorlagen, denn das wird eher auch gelesen.

Natürlich kann eine Fahrt zu einer Fachabteilung eines Krankenhauses auch länger als 15 min dauern, aber dann wurde bereits ERSTHILFE von Sanitätern oder einem Notarzt geleistet.

Diese 15 min-Vorgabe bezieht sich auf das Eintreffen von ERSTHELFERN.

Es ist m.E. doch völlig unerheblich, ob in diesen 15 Minuten der Ersthelfer beim Patient sein muss oder der Patient den Ersthelfer in 15 Minuten erreichen können muss.

Übrigens will ich allen Lesern dieses Blogs den Kommentar eines befreundeten Augenarztes aus Franken nicht vorenthalten, der meinte:

1.) Die Ärzte haben "keine Lust" mehr, rund um die Uhr zu arbeiten, zumal sie für Einsätze im Rahmen des Notdienstes noch weniger Geld erhielten als zu gewöhnlichen Sprechzeiten. (Anm.: Ärzte sind gesetzlich verpflichtet, sich für Bereitschaftsdienste zur Verfügung zu stellen!)

2.) 3 von 4 Notfällen seien überhaupt keine, die "Lust" sinke abermals (Anm.: wobei die Definition eines "Notfalles" dem Arzt überlassen bleibt)

3.) (und der Hammer) Wegen Honorarstreitigkeiten der Kassenärztlichen Vereinigung werden Rettungsleitstellen nicht mehr unbedingt mit der Weiterleitung zum Bereitschaftsdienst beauftragt!!!

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen..! Je mehr man in sich in diese Materie einarbeitet, desto übler wird einem.

Oh Mann, schon erstaunlich,

Oh Mann, schon erstaunlich, wie schnell immer mit Halb und gar-keinen Wahrheiten um sich geschmissen und Halb- und gar-kein Wissen verbreitet wird, wenn es drum geht, irgendwen und/oder irgendwas durch den Dreck zu ziehen.

Angefangen vom Optiker, der nicht weiss, wie man einen Augenarzt erreicht (gerne auch ausserhalb der üblichen Öffnungszeiten), weiter zum Allwissenden, der detailliert über die Geldvermehrung an der Fürst-Stirum-Klinik informiert ist (muss zum Vermehren nicht erstmal welches vorhanden sein??) und bis zum Rettungsfachmann, der das Wort Hilfsfrist erstaunlich neu interpretiert (reicht wirklich ein "Ersthelfer"?? kann man im Sinne der Hilfsfrist auch eine OP am offenen Herzen in einer Hausarztpraxis durchführen??)

Die Zeiten, als man sich durch einen Blick in die Zeitung bzw. durch das Abhören des Anrufbeantworters des Arztes seines Vertrauens informmiert hat sind wohl leider endgültig vorbei. Da jammert man wohl lieber still vor sich hin und stirbt dabei mindestens tausend Tode. Und damit meine ich nicht die ältere Dame, die sich wohl wirklich nicht zu helfen wusste.
Aber dass ich andererseits einen Rettungswagen für mehrere hundert Euro von meinen Krankenkassengebühren mitzahle für jemanden, der halt mal eben mit nem Taxi (oder gibts vielleicht auch noch helfende Verwandte oder Nachbarn??) für einen Bruchteil des Betrages von Bruchsal nach Karlsruhe gefahren werden muss/will, erschliesst sich mir dann doch nicht wirklich. Zumal ich doppelt davon profitiere, wenn ich oder jemand meiner Familie während dem Augenarzttransport dann auch noch wirklich einen Rettungswagen für meinen Herzinfarkt oder Autounfall brauche.

kopfschüttelnder Jupp

Halb- bis Garkein-Wissen

Warum Jupp mit dem Kopf schüttelt, wissen wir noch nicht. Vielleicht leidet er an irgendwelchen Krankheiten?! Pathologische Naivität oder chronischer Opportunismus vielleicht?

Ist es Sache eines Optikers, die Notfälle aufzulesen und sich um deren Versorgung zu kümmern?

Sitzt im Taxi ein Sanitäter und oder hilft der Taxi-Achmed schon mal bei der Erstversorgung?

Was sieht denn Jupp beim Blick in die Zeitung, wenn er sich über die Notdienste erkundigen will?

Wenn Jupp es für vollkommen in Ordnung einstuft, dass man im Notfall in einem Krankenhaus abgewiesen und vom Rettungsdienst falsch informiert wird, wenn ein akuter Verletzungsfall in den Abendstunden unbehandelt bleibt, wenn sich nicht zufällig noch Optiker herumtreiben, dann hat Jupp ja kein Problem.

Genau die Zustände haben wir hier nämlich. Da braucht man auch nichts mehr "durch den Dreck ziehen", das ist Dreck.

Zunächst mal: Danke!

Ja, zunächst mal möchte ich ALLEN Mit-Kommentatoren danken, die sich hier nach bestem Wissen bemühen, einen für alle Leser doch höchst interessanten und wichtigen Tat- oder Umstand aufzuklären.
Andererseits bitte ich DRINGEND darum, auf dem Teppich der Tatsachen zu bleiben und diesen Teppich nicht zum Fliegen zu bringen.
Dabei sind auch - im Interesse der Wahrheit und aller Beteiligten - auf den ersten Blick unbedeutende Kleinigkeiten von Wichtigkeit.
So suche ich vergeblich nach dem dem Wort "ältere" vor "Dame" - vielleicht habe ich es ja übersehen, mag mit meinem Alter zusammenhängen, vielleicht hat man es aber auch unbewusst der "Dame" - pardon! - angehängt, weil heutzutage "Damen" automatisch als älteren Generationen angehörig eingestuft werden.
Weitaus wichtiger erscheint mir jedoch die Tatsache, dass die Aussagen der Dame bisher einsam und alleine unbewiesen im Raume stehen. Ob sie dies tatsächlich im Krankenhaus gesagt bekam oder nicht und ob es nur dies war oder mehr, entzieht sich unserer Kenntnis - in Ermangelung einer Reaktion eben dieses Krankenhauses.
Diese Reaktion wird es auch vermutlich nie geben, weil derartige Institutionen sich wie der Teufel vor dem Weihwasser davor scheuen, durch eben solche Reaktionen offiziell zu beweisen, was wir ALLE wissen - diese Seiten werden dort sehr wohl gelesen und zu Kenntnis genommen. Aber jedwede Reaktion ist strengstens untersagt - man spielt sozusagen nicht mit den Schmuddelkindern. Da hilft es auch nicht, das Gemeinde- und Kreisräte (wie wir auch ALLE wissen) hier mitlesen und zum Teil sogar mitschreiben. Im "Netz" tummeln sich die Unberührbaren.
Zumindest mal bis kurz vor den nächsten Wahlen.
Und damit müssen wir leben und daran sollten wir auch alle Tatsachenberichte messen - mit Vorsicht.

@Gast

Danke für Ihre besänftigenden Worte.

Die "Dame" war schätzungsweise Mitte 40. Ist das "älter"? Sie kam aus Weidenbusch bei Leverkusen und war hier nur als Touristin.

Ich reagiere halt empfindlich auf solche Sätze wie: Was hat jemand anders einen Rettungswagen zu benützen?? Könnt doch sein, ich brauch ihn selbst!

Sorry, da geht mir halt das Messer im Sack auf.

Grundsätzlich sollten

Rettungswagen nur für "echte" Notfälle eingesetzt werden. Entzündungen durch Fremdkörper im Auge sind sicherlich schmerzhaft und behandlungsbedürftig, aber keine Rettungswagen-Besatzung wird hier irgendetwas machen können außer einen Transport zum Facharzt. Das kann aber ein Taxi auch. Das Krankenhaus hätte der Frau ein Taxi rufen können, zumal man ja mit 45 jahren noch mobil, orientiert und relativ jung ist. (Kommt natürlich immer auch auf den Fremdkörper an: Messer oder Sandkorn? um es mal überspitzt zu formulieren)
Apropos Krankenhaus Bruchsal: Auf der E 5 (Urologie) hängt am Stationsarztzimmer folgender Hinweis: "Täglich Sprechstunden für Patienten und Angehörige zwischen 14 Uhr und 15 Uhr." Toller Service könnte man meinen. Doch wenn man ihn in Anspruch nehmen will, kann es sein, dass man von einem sehr unfreundlichen Urologen (und da gibt es mindestens einen in der Klinik) darauf hingewiesen wird, dass es die Sprechstunde natürlich nicht an Wochenenden gibt. Warum schreibt man dann aber "täglich"???

Der Jupp leidet mitnichten an

Der Jupp leidet mitnichten an Naivität oder sonstigem, er weiss es halt einfach besser, weil er sich in dem Metier auskennt, wenn er schon was drüber schreibt.

Deswegen weiss er auch, dass man sehr wohl Patienten nach einer ersten Einschätzung durch Fachpersonal vom Krankenhaus weiterschicken kann, wenn es kein absoluter Notfall ist.
Genauso weiss er, dass in einem solchen Fall das Rettungsfachpersonal auf einem Rettungswagen genauso viel machen würde, wie der Taxifahrer (dessen Nationalität hier bitte gänzlich unbeachtet sein sollte, Meister le Fay). Nämlich nichts, bzw. die Dame nach Karlsruhe fahren. Weil mehr kann und muss und wird man auch ausserhalb einer augenärztlichen Praxis/Klinik hier nämlich nichts tun.

Und wer hier Kommentare schreiben kann, dem wirds doch wohl auch zuzumuten sein, nach einem entsprechenden Notdienst Ausschau halten zu können. Dazu braucht man nicht unbedingt auch noch ne Zeitung zu kaufen.

Achja, natürlich hätte der immer noch kopfschüttelnde Jupp gerne einen Rettungswagen, wenn er einen braucht. Aber damit wird ja bestimmt leider dann ein lieber Mitbürger zum Ohrenschmalz-Entfernen nach Heidelberg in die Kopfklinik gefahren.
Gesunder menschenverstand ist hier gefragt, wie so oft übrigens. Und nicht bloße Polemik.

Geehrter Jupp

...lassen Sie uns doch bitte mal vernünftig reden.

Sie können doch nicht ernsthaft behaupten, man hätte die Dame in der Klinik versorgt, wenn sie sich nicht einen Fremdkörper, sondern eine Verätzung oder Perforation eingefangen hätte. Schließlich wurde sie in der Klinik mit der Begründung abgewiesen, es wäre kein Augenarzt da.

Tatsächlich war ja auch kein Augenarzt vor Ort. Welcher fachfremde Arzt kann denn verbindlich beurteilen, was ein Notfall ist und was nicht?

Und selbst wenn man der Meinung hätte sein dürfen, dass das (ambulante) Problem vom Niedergelassenen zu beseitigen ist, warum gibt man ihr dann eine falsche, weil seit einiger Zeit veraltete Adresse?

Wieso muss sie überhaupt erst in eine Klinik kommen, um nach Hilfe zu bitten? Womit ist zu rechtfertigen, dass der Notdienst bzw. die Rettungsleitstellen versagen?

Die Nationalität des Taxifahrers ist völlig nebensächlich und war keineswegs abwertend gemeint. Ich bin selbst spanischer Abstammung. Aber ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ein Taxifahrer im Gegensatz zu einem Rettungssanitäter oder Notarzt keine Ersthilfe leisten kann. Meine Tochter, die wirklich kein Notfall gewesen war, hatte man mit dem Rettungswagen in die Kinderklinik Karlsruhe bringen lassen. Für damals über 1100 Mark. Aber wir sind ja auch privat versichert und der verordnende Arzt meinte irritiert auf meine Beschwerde: Was wollen Sie denn, Sie sind doch privat versichert und bekommen alles wieder!!

Soviel zum Thema Rettungswagen und der ärztlichen Moral.

Mir geht es ausschließlich um Folgendes:

Hätte an diesem Abend jemand sein Auge verätzt, hätte er doch von der Rettungsleitstelle die gleichen falschen Auskünfte bekommen und das Auge wäre u.U. unrettbar verloren gewesen. Wenn man dann hört und liest, dass Ärzte einfach keinen Bock auf Notdienste haben, wenn man dann hört, dass Rettungsleitstellen mitunter wegen Finanzkabbeleien keine Notdienstpläne haben bzw. Diensthabende nennen, dann müssen solche Zustände schleunigst an den Pranger.

Das hat auch mit Polemik nichts mehr zu tun, das sind schließlich nachprüfbare Sachverhalte! Ansonsten fordere ich Sie als "Insider" auf, die Vorhaltungen zu entkräften!

Update "Ärztliche Notdienste"

Ich habe heute mit der Redaktion der Bruchsaler Rundschau gesprochen und nach der Quelle gefragt, aus der man die Informationen für die Notdienste bezieht.

Es hieß, das wäre sehr unterschiedlich. Bei Zahnärzten bekäme man die Infos direkt von der KZV, in einigen Facharztbereichen müsste man sich die Infos selbst aus dem Internet zusammensuchen.

Eine einheitliche Quelle kenne man nicht. Wo es keine Detailinfos gäbe, wie z.B. bei den Augenärzten, verweise man auf den Ärztlichen Dienst unter der Nummer 19292 (Anm.: aber auch dort erhielt ich in oben geschilderten Fall keinen Hinweis auf einen Notdienst leistenden Augenarzt, den es aber gegeben hat!).

Ich werde weiter recherchieren, wer für dieses unglaubliche Chaos verantwortlich ist.

Ich weiß wohl, dass man aus Kostengründen Rettungswesen und Notdienste, wo immer es geht, zusammenlegen und Synergien nutzen möchte, das ist auch vollkommen in Ordnung, aber Zuständigkeitsgeschacher oder gar Arbeitskampf auf Kosten der Patienten geht definitiv nicht.

Ich werde hier weiter berichten.

Bitte und Hinweis

Ich schätze Ihre Tätigkeit hier sehr, Morgan le Fay, aber hüten Sie sich davor, mit Organisationseinheiten wie "der Redaktion" zu sprechen - reden Sie mit Personen und nennen Sie die hier auch.
Die ist positive Kritik!

Bitte die Kirche im Dorf lassen ....

Morgan la Fay schreibt: "Hätte an diesem Abend jemand sein Auge verätzt, hätte er doch von der Rettungsleitstelle die gleichen falschen Auskünfte bekommen und das Auge wäre u.U. unrettbar verloren gewesen."

Filou schrieb: „Bei gefährlichen Augenverletzung (Eindringungen, Verletzungen, Verätzungen usw.) sollte jeder wissen, was zu tun ist. Ich würde bei einer schwerwiegenden Augenverletzung sofort den Europa-Notruf 112 wählen. Ich würde keine Zeit verlieren, nach irgendwelchen Notdiensten zu suchen.“

Morgan la Fay : „ihr europaweiter Notruf bringt auch nicht mehr als die 19222“

...lassen Sie uns doch bitte mal vernünftig reden.

Nachdem die EU beschlossen hatte, eine europaweite Notrufnummer einzurichten, nämlich die 112, sah sich der Bundestag im März 2009 in der Pflicht diese Forderung umzusetzen. Nach Angaben der Pressesprecherin des Ministeriums für Arbeit und Soziales habe dies immense Vorteile für das Rettungssystem: das Wählen der 112 ist kostenlos, somit auch ohne Guthaben auf dem Handy erreichbar, und erfordert keine Kenntnis der örtlichen Vorwahl.

Die Vorwahlfreiheit ist nur ein Mehrwert der "echten" Notrufnummern 110 und 112.
Weitere Leistungsmerkmale sind u.a.:

- Möglichkeit zur Abfrage der Standortdaten
- Priorisierte Behandlung im Telekommunikationsnetz, ggf. mit Verdrängung normaler Gespräche
- wählbar auf gesperrten Anschlüssen
- für den Anrufer gebührenfrei
- Fangen und Halten von Gesprächen
- Anzeige unterdrückter Rufnummern

Ich glaube einfach, dass bei einer Augenverätzung o.ä. die Rettung sofort anlaufen würde. Ihr Szenario scheint mir übertrieben. "Arbeitskampf auf Kosten der Patienten" ist Blödsinn.
Der "Dame" wäre sicher ein Mobil-Telefon hilfreich gewesen und das Wissen um eine Notrufnummer (112) sowie eine bundesweite Taxirufnummer (22456). Und eine Touristin, die nicht einmal die 50 Euro für ein Taxi dabei hat, kann sicher aus einem Bankomat ein wenig Kleingeld holen. Taxi, das hatten wir übrigens auch schon, ist viel billiger als ein Krankentransport mit dem SanKa.

Herr Gast, Herr Gast,

ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass Sie in Ihren Kommentaren andere Autoren mit schöner Regelmäßigkeit beim Namen nennen, Sie sich selbst jedoch hinter einer Maske verbergen (müssen *schmunzel*). Meistens im Zusammenhang mit kritischen Zurechtweisungen.
Positive Kritik wäre, sich zu dieser zu bekennen, statt sich hinter der leider immer noch verfübaren Organisationseinheit "Gast" zu verstecken und wie Zorro durch bruchsal.org zu galoppieren.

@Gast 2.0 @filou

@Gast 2.0

"Zurechtgewiesen" fühle ich mich nicht. Ich möchte nur nicht unbedingt Namen nennen, weil ich nicht weiß, welche Folgen eine (noch dazu vielleicht von mir missverstandenen ) Auskunft für den Betreffenden haben könnten.

Ich hoffe trotzdem, dass es meiner Glaubwürdigkeit keinen Abbruch tut.

@filou

Auch mit Ihnen möchte ich lieber vernünftig diskutieren, zumal mir Ihre Beiträge gut gefallen, wenn ich nicht gerade den Eindruck gewinne, dass man nur wieder eine Sau durchs Dorf treiben möchte.

Meine Bemerkung mit dem Arbeitskampf bezieht sich auf die Einschätzung des Augenarztes "meines Vertrauens" aus Franken, der aus dem Nähkästchen geplaudert hat und von "Lust" und "Honoraren" sprach.

Dem die Notdienstleistung unterzuordnen IST für mich Arbeitskampf!

Ich werde die 112 nicht anwählen, um herauszufinden, wo man dort landet und welche Qualität die Auskünfte haben. Wissen Sie eigentlich, dass die missbräuchliche Nutzung dieser Nummer strafbar ist? Kleiner Ausflug off topic: Als ich nachts auf einem Parkplatz irgendwo zwischen Köln und Koblenz ein Auto fand, aufgebrochen, zerschlagene Scheiben, heraushängende Kabel am Fahrersitz etc. habe ich, da ich nicht wusste, wo ich mich genau befinde, die 110 angerufen. Entrüstet über meinen Anruf entgegnete man mir: "Und deshalb rufen Sie hier an??" Tatsächlich wäre mein Anruf wegen Missbrauchs strafbar gewesen, wie ich nachher erfuhr.

Wer sagt Ihnen denn, dass die Patientin nicht die gleiche Reaktion hervorgerufen hätte? Offenbar hielt fachfremdes Personal es in der Styrumklinik nicht für erforderlich, eine Notversorgung durchzuführen.

Aber lassen Sie mich nochmals fragen: Wieso muss es denn zu dem ganzen Zirkus kommen? Wieso ist es möglich, dass veröffentlichte Rettungsleitstellen unter 19222 und 19292 nicht wissen, wer in Bruchsal Notdienst hat? Und wieso kann ein Schmerzfall nicht als Notfall in einer Klinik behandelt werden, auch wenn es ambulant ist (ambulante Hilfe kann durch eine Klinik nicht mit der GKV abgerechnet werden..., AUCH DAS IST ÜBRIGENS M.E. ARBEITSKAMPF)

Be-wechselt-ver-griffe?

Die Begriffe Arbeitsverweigerung mit Arbeitskampf verwechsel? Nein, wenn man sich geirrt hat, sollte man dies zugeben.

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