OB-Wahl 2017: Die Nachlese

ob-wahl-2017

When the dust settles… oder nachdem die OB-Wahl schon fast verdaut scheint und ein unverzerrter Blick möglich ist, sollte man die Kennzahlen aus der vergangenen Wahl durchaus noch einmal revue passieren lassen: Wiewohl ein Ergebnis von knapp 78 Prozent nach einer kommoden Mehrheit für die alte und neue OB aussieht, so wird diese natürlich deutlich geschmälert durch die für Bruchsal blamable Wahlbeteiligung von gerade einmal 38 Prozent. Anders ausgedrückt haben von 34561 Wahlberechtigten gerade einmal 10022, also knapp 30 Prozent Cornelia Petzold-Schick gewählt, ein Ergebnis, das bei aller Freude der Amtsinhaberin über ihren Wahlsieg durchaus auch Anlass zur Bescheidenheit sein sollte.

Das traurige Bild der mangelhaften Wahlbeteiligung wird immerhin aufgewertet durch das Votum der wählenden Bruchsaler Minderheit: Wirft man einen Blick auf die Stimmen der beiden anderen Bewerber, muss man konstatieren, dass das Wahlprogramm von Marco Doneit, das darin bestand eben kein Wahlprogramm zu haben, praktisch kaum schlechter punktete als das rechtslastige Programm Bernd Reißers. Daran konnte ganz offensichtlich auch die Unterstützung, die dieser von AfD und BIB bekam, nichts ändern. Gerade einmal 2,5 Prozent Vorsprung gegenüber einem Mitbewerber, der nicht ein einziges Wahlplakat klebte, sind ein deutliches Nein der Bruchsaler zu Populismus und Fremdenfeindlichkeit.

FacebooktwittermailFacebooktwittermail

Hinterlasse eine Antwort