Märchenhafte Koralle auch im Jubiläumsjahr

BRUCHSAL.ORG

 

 

Das Koralle-Märchenspiel im Dezember und Januar hat längst Tradition. Der bleibt das Bruchsaler Amateurtheater auch im 50. Jahr des Bestehens treu. Diese alljährlichen Märchenspiele und Kinderstücke, schon über 30 Produktionen, werden stets von Hundertschaften märchenhungriger Kinder und jung gebliebener Erwachsener besucht. Lange Jahre war der Hofsaal Spielort, ehe die Inszenierung auf Gastspielreise ging. Märchenzentrum ist heute ausschließlich das bekannte Theaterhaus „Riff“ des Amateurtheaters in Bruchsal oberhalb vom „Sancta Maria“.

 

„Die Prinzessin auf der Erbse“ war bereits 1972 eine allererste Inszenierung mit einem Stoff von Hans Christian Andersen. Eben dieser dänische Märchendichter hat mit „Des Kaisers neue Kleider“ auch das aktuelle Koralle-Märchen für das Jubiläumsjahr verfasst. Es wird in einer flotten Bühnenversion von Georg. A. Weth durch die „Korallengeschwister“ Christiane Rieger-Klein und Miriam Steinmetz in Szene gesetzt. Kaiser, Hofmarschall sowie zwei dahergelaufene „Modeschöpfer“ wirken mit. Dazu als stumme Statisten der kleine Diener und der große Diener. Das angespielte Theaterpublikum ist dabei immer das Volk jenes Märchenlandes.

 

Sein modesüchtiger Herrscher kennt nur eines: neue Klamotten. Teure und aufwändige selbstverständlich. Die gibt es natürlich nicht in Modegeschäften. Die Kleider aus erlesenen Stoffen müssen von flinken Schneiderhänden hergestellt werden. Mit Auswählen, Anproben, Posieren vor dem Spiegel und dem Publikum werden die Tage des Monarchen ausgefüllt und die Staatskasse geleert. Nur jeweils einmal trägt der Kaiser die neuesten Edel-Kreationen, die dann in die Altkleiderkiste fliegen. Das Umkleiden vergisst der Kaiser nie. Doch das Regieren vergisst der selbstverliebte Herr gründlich und damit auch die Nöte und Bedürfnisse seiner Untertanen.

 

Da bringt die Kleidersucht ein Gaunerpärchen auf listige Einfälle. Die Harlekine Scapin und Scapina tauchen als wandernde Weber und angebliche Superschneider im Schloss auf. Sie versprechen, die feinsten, toll gemusterten, einmaligen und natürlich auch teuersten Stoffe für die Ausstattung des Kaisers weben zu können. Der Haken an der Sache: Die Stoffe sind so durchsichtig und fein, dass kein Dummkopf sie überhaupt sehen kann. Der modebesessene „Schönling“ schenkt den Schwindlern Glauben und heuert sie an. Am Ende steht er blamiert und dumm da, besitzt aber durch Selbsterkenntnis die Größe, über sich selbst lachen zu können.

 

Die amüsante Geschichte für Fünf- bis Fünfundachtzigjährige ist zu erleben am 5. (Premiere), 6., 12.,13., 19., 20. und 26. Dezember, immer um 16 Uhr, im Theater im Riff, Eggerten 47. Weitere Termine gibt es im Januar 2016, am 9., 10., 16., 17., 23., 24., 30. und 31, am gleichen Ort, zu gleicher Zeit. Karten im Vorverkauf gibt es bei der Buchhandlung Braunbarth, Kaiserstraße 30. Verbindliche Reservierungen unter www.diekoralle.de im Internet.

Stefan Schuhmacher

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Alle Mitwirkenden, nicht nur den Koralle-Kaiser Karlheinz Mosthav, steckt Elisabeth Rieger in bühnenwirksame Kostüme.

Foto: Koralle

 

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