Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr erhalten und stärken

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Neubau des Feuerwehrhaus in der Bahnstadt im Fokus der Hauptversammlung

Bruchsal (pa) | Die sechs Feuerwehrabteilungen der Freiwillige Feuerwehr Bruchsal sind für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und füreinander da. Dies belegen die höchsten Einsatzzahlen im gesamten Landkreis Karlsruhe und das gute Miteinander innerhalb der Feuerwehr, wie man im Rahmen der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bruchsal am 7. April im Bürgerzentrum erfahren konnte. In Anerkennung dieses Sachverhalts und in Anlehnung an den Bürgerempfang verwies Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick darauf, dass die Freiwillige Feuerwehr Bruchsal in den vergangenen Jahren gemeinsam gewachsen aber auch enger zusammengewachsen sei. Mit Blick auf manch schwierigen Einsatz war es auch wiederholt erforderlich gewesen, dass die Freiwillige Feuerwehr Bruchsal über sich hinaus gewachsen ist.

Da die Anforderungen an die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und –männer stetig weiter wachsen, gilt es heute die Weichen für die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr von morgen zu stellen. „Keinen Zweifel gibt es daran, dass die ehrenamtliche Kräfte die tragende Säule des Systems Freiwillige Feuerwehr Bruchsal sind“, so Petzold-Schick in ihrer Ansprache. Dieses System soll in Zukunft weiter gestärkt werden. Dies sei nur möglich, wenn die hauptamtlich Beschäftigen die Voraussetzungen für ein gelingendes Ehrenamt schaffen und beispielsweise Belastungsspitzen abmildern und so den Freiwilligen den Rücken für „echte Einsätze frei halten“.

Neben der Sicherung der personellen Leistungsfähigkeit gilt es auch die erforderlichen räumlichen Kapazitäten sicherzustellen. Dem neuen Feuerwehrhaus kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu. Oberbürgermeisterin Petzold-Schick bedankte sich für die Stadt noch einmal ganz herzlich bei „den SEW-Gesellschaftern Rainer und Jürgen Blickle für das großartige Engagement für unsere Stadt im Bereich des abwehrenden Brandschutzes“. Die neue Feuerwache wird von der SEW EURODRIVE eigenverantwortlich auf einem Grundstück in der Bahnstadt geplant und erbaut. „Allerdings wird das Bruchsaler Vorzeigeunternehmen bei der Festlegung des Raumbedarfs und der optimalen Ausgestaltung auf den feuerwehrtechnischen Sachverstand der Freiwilligen Feuerwehr Bruchsal zurückgreifen“, so die Rathauschefin. Unter der Leitung von Stadtbrandmeister Bernd Molitor wird dazu ein Bauausschuss eingerichtet. Die Ergebnisse werden dann von Bürgermeister Andreas Glaser – der bei den finalen Gesprächen mit dem größten Bruchsaler Unternehmen als Kopf einer Projektgruppe die Verhandlungsführung inne hatte – bei der SEW eingebracht.

Die ersten Ideen für ein neues Feuerwehrhaus sind fast drei Jahrzehnte alt. Im Mitteilungsblatt der Stadt Bruchsal wurde bereits im Oktober 1990 vermeldet, dass der Gemeinderat grünes Licht für die Planung eines neuen Feuerwehrhauses gegeben hat: „Das Mitte der fünfziger Jahre errichtete Feuerwehrhaus der Abteilung Bruchsal in der Friedrichsstraße entspricht vom Raumangebot, der technischen Ausstattung und dem Gebäudezustand her nicht mehr den an ein solches Gebäude zu stellenden Anforderungen.“ Drei Jahre später wurde an selbiger Stelle vermeldet: „Mit dem Bau der neuen Bruchsaler Feuerwache auf dem Messplatz soll im Frühjahr 1994 begonnen werden.“ Später musste das Projekt wegen einer völlig veränderten Haushaltslage auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Unmittelbar nach ihrem Amtsantritt 2009 erinnert sich Petzold-Schick, hat der damalige Bürgermeister Ulli Hockenberger angeregt, mit der SEW über den Brandschutz zu sprechen. „Damals“, so die Rathauschefin „war jedoch nicht zu erahnen, in welch großartiger Weise sich die SEW engagieren wird“. Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Glaser werden nun die nächsten Schritte unternommen.

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