Fernwärme kann auch aus der Nähe kommen

BRUCHSAL.ORG

 

Zweites Projekt unter dem Begriff Fernwärme der EWB in Bruchsal

Bruchsal (pa) | Dass man auch alte Gebäude sinnvoll und zukunftsträchtig mit modernen Heizsystemen ausstatten kann beweist die neue Anlage in der alten Michaelbergschule in Untergrombach. In diesem Gebäude, das nach einer Generalsanierung die Verwaltungsstelle, den katholischen Kindergarten St. Elisabeth und eine Außenstelle der MuKs beherbergt, wurde eine kombinierte Gas/Pelletheizung als zentrale Heizanlage eingebaut.

Die Sanierung der Heizung wurde von den Stadtwerken Bruchsal in Auftrag gegeben, das nebenan liegende Jugendheim und das Pfarrhaus sind durch Fernwärmeleitungen an das System angeschlossen. Die Heizungsanlage wäre in der Lage, das ganze Areal mit Heizenergie zu versorgen, bestätigt Willi Guth, Leiter Bau und Vermessungsamt, den Anwesenden bei einem Vor-Ort-Termin am 19. April, allerdings müsse man dann entsprechend öfter für Nachschub an Pellets sorgen. „Zukunftsmusik bei dieser Art von Energiegewinnung ist, dass man eventuell irgendwann auch die Holzabfälle aus dem eigenen Stadtwald verheizen könnte“, sagte Willi Guth zum Thema Nachschubversorgung. Die momentan vorrätige Menge von 18 Tonnen Pellets entspräche 9000 Liter Heizöl, verdeutlichte Willi Guth die Energiemenge.

Wir haben hier eine Win-Win Situation“, stellte der Stadtwerke-Geschäftsführer, Armin Baumgärtner fest, „die Stadtwerke Bruchsal stellen mit ihrem Unternehmensverbund über die EWB (Energie- und Wasserversorgung Bruchsal) die Energie zur Verfügung und rechnen auch direkt mit den jeweiligen Abnehmern ab, die Stadt Bruchsal ist ganz normaler Kunde, damit werden Unterhaltskosten gespart und die Stadtwerke Bruchsal haben durch das Contracting eine jahrelange, planbare Kundenbeziehung. Gleichzeitig leistet man durch die CO2 Einsparung von 56000 kg/a auch noch einen beträchtlichen Beitrag zur Öko-Bilanz. Eine Erweiterung, um die umliegenden Gebäude zu beheizen, wäre jederzeit denkbar, merkte Armin Baumgärtner noch an.

Ich bin überrascht, wie klein die reine Heizanlage tatsächlich ist“, sagte die Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, wobei natürlich das Pelletlager bei dieser Betrachtung außen vor blieb. Bei der Begehung in Untergrombach zeigte sie sich sehr zufrieden über die Tatsache, dass man sich auch bei der Sanierung des Sportzentrums in Bruchsal, in der Bahnstadt und bei der Sanierung im Weidenbusch für Fernwärme entschieden hätte. Durch die ausgelagerte Heizungsanlage spare man bei der wohnwirtschaftlichen Nutzung kostbaren Wohnraum, die sonst erforderlichen Flächen für die Heiztechnik können so zu anderen Zwecken genutzt werden.

Der Ortsvorsteher Karl Mangei und seine Stellvertreterin Barbara Lauber, waren sichtlich stolz auf die gelungene Renovierung des ganzen Ensembles rund um die ehemalige Michaelsbergschule. „Die Einbindung von örtlichen Handwerkern ist besonders erfreulich. Die Fertigstellung des Gemeindesaales der Pfarrei Sankt Cosmas und Damian wird bald den harmonischen Abschluss bilden. Der Prozess Oberdorfentwicklung in Untergrombach wurde hier erfolgreich weitergeführt“, sagte Karl Mangei.

FacebooktwittermailFacebooktwittermail