Ein Wiedersehen im MOMA

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Wer bei der letzten Stolpersteinverlegung im April 2017 mit dabei war weiß, dass auch Stolpersteine für Angehörige der Bruchsaler Familie Löb verlegt wurden.

In der  Huttenstraße wurde ein Stolperstein verlegt für Mathilde Weil, geborene Rothschild, gebürtig aus Eschenau bei Heilbronn. Sie war die Mutter von Julie Weil, die in Bruchsal mit Max Löb verheiratet war.Mathilde Weil wurde nach Gurs deportiert, dann in das Haftlager Rivesaltes, wo sie 1941 verstarb.

Julie und Max Löb hatten zwei Kinder, Julie und Heinz. Max ging 1938 in die USA, um dort eine Arbeit zu suchen und den Rest der Familie nachzuholen. Das gelang ihm jedoch nicht. Seine Frau Julie wurde zusammen mit Tochter Edith Löb 1940 nach Gurs deportiert. Edith wurde von der Hilfsorganisation OSE befreit und lebte unter dem Decknamen “Edith Labé” bis zur Befreiung  im April 1944 in verschiedenen Waisenhäusern und Internaten. Ediths Mutter Julie wurde nach Auschwitz deportiert und gilt seither als verschollen, Ediths Bruder Heinz wurde nach Auschwitz verbracht, wo er mit 13 Jahren starb. Für Julie, Heinz und Edith Löb wurden Stolpersteine in der Friedrichstraße verlegt.

Edith lebt heute in den USA. Ihre Enkeltochter Amanda, die im April 2017 bei der Stolpersteinverlegung dabei war, hat bei youtube einen anrührenden Kurzfilm zu Edith und deren Ehemann Kurt Leuchter veröffentlicht.

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